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Webdesign

Webflow, WordPress oder Wix: Gibt es überhaupt das richtige Tool?

Foto Roberto-Fabio Nobile
Roberto-Fabio Nobile
05.01.2023
6 Min. Lesezeit

Das Jahr 2023 hat gerade angefangen und für viele Unternehmen, Coaches oder Dienstleister steht ein Website-Relaunch ganz oben auf der ohnehin viel zu langen To-do-Liste. Die Vielzahl an möglichen Tools oder CMS-Systemen macht den Prozess nicht unbedingt einfacher, geschweige denn schneller. Um die Entscheidung ein wenig leichter zu machen, möchte ich in diesem Artikel auf einige Unterschiede zwischen diesen Systemen eingehen. 

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. All diese Plattformen - oder die zahlreichen anderen, die ich hier nicht erwähnt habe, bieten mehr oder weniger einfache Werkzeuge, um eine professionelle Website zu erstellen und zu verwalten. Aber - ja, leider gibt es hier auch ein, aber - gibt es einige Unterschiede, die man vor der Auswahl einer Plattform unbedingt berücksichtigen sollte, um Mehrkosten und Mehraufwand zu vermeiden.

“Der Klassiker” WordPress

Auch wenn sich immer mehr Webdesigner auf die Arbeit mit Webflow spezialisiert haben - ich gehöre auch dazu - bedeutet das nicht, dass WordPress keine gute Wahl ist. Im Gegenteil: WordPress ist ein sehr beliebtes und leistungsstarkes CMS mit einer großen Nutzerbasis und einer Vielzahl von Funktionen und Plug-ins. Für bestimmte Arten von Websites oder Benutzern ist WordPress vielleicht auch die “bessere” Wahl. Mit Stand 2021 wurden über 60 Millionen Websites im Internet mit WordPress als CMS betrieben. Den Marktanteil von WordPress-Websites weltweit genau zu bestimmen, ist dabei recht schwierig, da es keine zentrale Datenquelle gibt. Schätzungen zufolge wird WordPress jedoch von etwa 35% aller Websites im Internet genutzt, was es zum beliebtesten CMS der Welt macht. Diese Zahl beinhaltet Websites aller Größen und Typen, von kleinen persönlichen Blogs bis hin zu großen E-Commerce-Sites und Unternehmenswebsites. 

Außerdem hat WordPress eine große und sehr aktive Nutzergemeinschaft mit einer Vielzahl von Themes, Plug-ins und Integrationen, die Benutzern dabei helfen, ihre Websites zu erstellen und anzupassen. Aber genau diese Plug-ins können uns Webdesigner und auch Kunden in den Wahnsinn treiben - wenn wieder mal Plug-ins nicht miteinander kommunizieren oder inkompatibel sind (oder werden) - und der Wartungsaufwand ist wesentlich höher als bei anderen Tools. Denn das CMS erfordert regelmäßige Back-ups, die du eigenverantwortlich durchführen musst. Nicht zu vergessen: WordPress ist ein Open-Source-Projekt und daher, und aufgrund der Beliebtheit, kommt es immer wieder zu Hacker-Angriffen.

Klar, WordPress ist nicht ohne Grund beliebt. Es ist bietet ein sehr gutes CMS, endlose Themes und Möglichkeiten und der Code jedes Themes kann komplett individualisiert werden. Gerade das ist meiner Meinung nach jedoch der größte Nachteil. Um wirklich einzigartige WordPress-Websites zu gestalten, muss man fast zwangsläufig an den Code - wenn man keine 300 Plug-ins installieren möchte. Und das selbst, wenn man Page-Builder wie Elementor oder DIVI nutzt.

Warum also Webflow, wenn WordPress eigentlich toll ist?

Diese Frage ist natürlich ein bisschen überspitzt formuliert, aber sicher hast du sie dir so oder so ähnlich dennoch gestellt. Webflow ist ein visueller Website-Builder und Content-Management-System (CMS), mit dem Webdesigner hochprofessionelle und animationsreiche Websites ohne Code erstellen können. Das ist aus meiner Sicht auch der Hauptvorteil, der für Webflow spricht. Nicht jeder Designer kann oder will Code schreiben.

Im Gegensatz zu WordPress muss man für Webflow also kein Web Developer oder Programmierer sein. Okay, Grundkenntnisse in HTML, CSS und JavaScript sind sicherlich von Vorteil, aber sie sind absolut kein Muss! Und sind wir mal ehrlich, zumindest die Basics von HTML und CSS sind wirklich schnell gelernt. Man kann sich also als Webdesigner (wie ich) voll und ganz auf das Design, die Struktur und die Strategie einer Website konzentrieren und muss sich nicht mit Code herumschlagen oder externe Entwickler beauftragen. Trotzdem oder gerade deshalb kann man fantastische Designs und Animationen erstellen. Wer ein wenig Erfahrung mit Code hat, weiß, wie langwierig und komplex Animationen zu programmieren sein können.

Meine 6 Gründe für Webflow: 

  • Design-Flexibilität: Webflow gibt Webdesignern die Möglichkeit, komplett individuelle Designs und Layouts zu erstellen, die mit anderen CMS schwieriger zu programmieren wären.
  • Benutzerfreundlichkeit: Die visuelle Benutzeroberfläche von Webflow und der Drag-and-Drop-Editor erleichtern es nicht-technischen Benutzern, ihre eigenen Websites zu erstellen und zu aktualisieren, ohne Code kennen zu müssen.
  • Geschwindigkeit und Leistung: Webflow Websites sind von Haus aus blitzschnell, da die Plattform selbst sauberen, optimierten Code generiert (den du auch exportieren kannst)
  • Sicherheit: Webflow legt wirklich Wert auf Sicherheit und schützt seine User deshalb bestmöglich vor Hackern und anderen Cyber-Bedrohungen. Auch die nervigen Spammer, die man wahrscheinlich von WordPress kennt, sind bei Webflow Geschichte.
  • Zeit-, Kosten- und “Nervenersparnis” für Kunden: Als No-Code-Tool ermöglicht Webflow Webdesignern erstklassige und einzigartige Designs ohne externe Entwickler und lange Entwicklungszeiten. Das spart Zeit, Kosten und oft auch Nerven.
  • Bye Bye Updates und Plug-ins: Für mich einer der wichtigsten Punkte. Weblfow ist quasi wartungsfrei und kommt ohne lästige Updates und Plug-in (-Aktualisierungen) aus, die im Worst Case deine Website zerhauen.

Okay, jetzt aber wirklich: Wieso dann noch WIX? 

WIX und Webflow wirken von außen betrachtet wirklich sehr ähnlich. Und tatsächlich gibt es auch einige Überschneidungen. Beides sind No-Code-Tools, beides sind visuelle Website-Builder, beide sind auch für Nicht-Experten geeignet. Hier kommt das große Aber: WIX ist - so ehrlich muss man sein - eigentlich als reines Template-basiertes Baukastensystem für Basic Websites gedacht. Quasi um "schnell mal selbst eine Website zu launchen". Und darin ist WIX auch wirklich echt gut. Deine Möglichkeiten sind aber begrenzt, was dein Design, Animationen und deinen Auftritt angeht. Bitte nicht falsch verstehen, man kann wirklich eine sehr coole Website mit WIX erstellen und oftmals gerade bei kleinen Unternehmen, reicht das (am Anfang) auch sicher aus. Webflow bietet dir aber die Möglichkeit, später - ganz ohne Umzug auf ein neues System - deine Website auszubauen und komplett einzigartig zu gestalten.

Außerdem hast du bei WIX, im Gegensatz zu Webflow nur eine eher eingeschränkte Möglichkeit, den Code selbst anzupassen, auch wenn es natürlich möglich ist. Du willst deinen Code selbst anpassen? Dann bist du wahrscheinlich streng genommen auch nicht wirklich die Zielgruppe von WIX. “Hä, Stopp Fabio!' Du hast doch gesagt, dass das Tolle an No-Code-Tools ist, dass man den Code nicht anpassen muss. Muss ich jetzt doch programmieren lernen?” Die kurze Antwort: Musst du nicht! Aber wenn du es kannst, hast du bei Webflow mehr Möglichkeiten, den Custom Code zu nutzen, um deine Animationen und Designs noch einzigartiger zu machen und dich von der Masse abzuheben. Und darum geht es ja im Endeffekt.

Jetzt aber Butter bei die Fische: Welches Tool solltest du nun nutzen? Alle drei vorgestellten Website-Builder haben ihre Stärken und Schwächen. Die diplomatische Antwort ist daher wohl, es kommt darauf an. Ganz kurz und unwissenschaftlich zusammengefasst würde ich jedoch sagen: 

Du bist weder Designer noch Web-Entwickler, willst (d)eine Website selbst erstellen und einfache Designs reichen dir? Nutze WIX!

Du bist oder siehst dich eher als Designer und willst dich nicht mit Code herumschlagen und trotzdem geile Websites bauen? Nutze Webflow!

Du bist Webentwickler oder codest einfach gerne? Nutze WordPress!

Du hast keine Lust auf Plug-ins, manuelle Back-ups und Angst vor Updates und willst einzigartige Designs und Animationen, die dich von der Masse an Websites abheben und Kunden begeistern? Nutze Webflow!


Du siehst, es gibt zahlreiche Tools und alle haben ihre Vor- und Nachteile. Am Ende musst du zwar immer noch eine Entscheidung treffen, vielleicht hilft dir dieser Artikel dennoch dabei, besser zu verstehen, worin diese Vor-und Nachteile liegen und hat dir ein bisschen Recherchearbeit gespart.

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